Diskussionen um Scientology
Das Thema Scientology sorgt immer wieder für heiße Diskussionen, vor allem deshalb, weil viele Menschen wollen, dass die Sekte, die sich ja immer wieder gerne als Kirche sieht, in Deutschland verboten wird. Dieses Vorhaben, was übrigens auch von vielen Politikern unterstützt wird, scheitert jedoch an der Verfassung, die, was das angeht, zu liberal gestaltet ist. Laut dem ehemaligen Ministerpräsidenten Beckstein verfolgt Scientology genau wie die NPD verfassungsfeindliche Ziele und gehöre daher verboten – nur so einfach scheint das in der Umsetzung dann doch nicht zu sein. Immer wieder wird davon berichtet, dass Scientology mit seinen Mitgliedern eine Art Gehirnwäsche vollzieht und dass jene Menschen, die der Sekte den Rücken kehren, massiv bedrängt werden, zurück zu kommen.
Wie erst kürzlich bekannt wurde, hat ein Schweriner TV-Sender über ein Jahr lang kurze Spots gezeigt, die von Scientology in Auftrag gegeben wurden. Laut Falk Schettler, dem Chefredakteur des Senders „aveo-tv“, seien die Beiträge unverfänglich und gut gemacht. Unter dem Titel „Jugend für Menschenrecht“ getarnt waren die Spots in rund 54.000 Haushalten in und rund um Schwerin zu sehen. Künftig sollen diese allerdings nicht mehr gezeigt werden.