Immer beliebter: Krabbelgottesdienst für Kinder
In einer Zeit, in der die Bedeutung alter Werte und Traditionen doch eher zurückgegangen ist, scheint nun ein zartes Gegen-Pflänzchen zu wachsen: In Krabbelgruppen und Kindergärten werden immer öfter Gottesdienste angeboten, an denen die Kleinen zusammen mit ihren Eltern teilnehmen können. Dabei handelt es sich in diesem Fall um eine besondere Herausforderung für die Gemeindepädadoginnen und Pfarrer, denn die „Zielgruppe“ kann häufig noch nicht mal richtig sprechen, geschweige denn genau verstehen, was ihnen der Pfarrer oder auch die Pfarrerin da gerade vermitteln möchte. Daher handelt es sich beim so genannten „Krabbelgottesdienst“ – auch”Krümel-Gottesdienst” oder “Zwergen-Gottesdienst” genannt – auch nicht im einen Gottesdienst wie wir ihn kennen, sondern um eine andere, kindgerechte Version.
Dabei soll den Kleinen auf spielerische und auch sinnliche Weise ein Weg zu Gott aufgezeigt und eine Heimat angeboten werden – den Eltern will man auf diese Weise unter anderem auch das gute Gefühl geben, dass ihre Gemeinde ein Angebot für alle Altersgruppen hat. Wenn man Kinder und Kleinkinder mit in den normalen Gottesdienst nimmt, dann hat man schließlich oft das Gefühl, dass es stören würde, wenn die Kleinen mal einen Mucks von sich geben oder herumlaufen. All dies ist beim Krabbelgottesdienst überhaupt kein Problem, im Gegenteil, es wird sogar unterstützt.
Mit Hilfe von Bildern, Puppen und Geschichten, die vorgespielt werden, oder auch Liedern mit Gesten, kleinen Bastelaktionen und vielem mehr versucht man die Kinder mit den biblischen Botschaften und Inhalten vertraut zu machen. Darüber hinaus gibt es ja auch noch die so genannte „Hosentaschbibel“, bei der such auf 27 Seiten Bilder biblischer Geschichten finden. So haben die Kinder auch Zuhause die Möglichkeit, mit ihren Eltern noch mal über das Erlebte sowie über ihre Eindrücke zu sprechen. Auf diese Weise ist der Glauben in der Lage, Brücken zu schlagen – nicht nur zwischen Gott und den Kindern, sondern auch zwischen Kindern und Eltern sowie anderen Gleichgesinnten.