Was macht eigentlich… Pfarrer Jürgen Fliege?

Um eine besondere Ich-AG handelt es sich auch beim Geschäftsmodell des ehemaligen Fernsehpfarrers Jürgen Fliege, der im Jahr 1994 die erste Fernsehshow zum Thema Glauben präsentierte. Unter der Woche kamen die Sendung immer nachmittags im Fernsehen und sie gewann schnell zahlreiche Fans. Menschen breiteten ihre Sorgen, Nöte und Probleme bei Pfarrer Fliege aus und dieser kümmerte sich einfühlend um deren Belange. Dann gab es jedoch auch solche Menschen, die schon beim bloßen Anblick des Pfarrers genervt waren und schnell den Sender wechselten – Pfarrer Fliege polarisierte also auch ziemlich.

Rund zehn Jahre konnte sich Jürgen Fliege immerhin im Nachmittagsprogramm der ARD halten, bevor er dann abgesägt wurde. Doch Fliege suchte sich schnell einen neuen Wirkungskreis, heute gibt er eine nach ihm benannten Zeitschrift heraus und seine Talkshow ist immerhin noch in einigen Regionalfenstern zu sehen. Außerdem betreibt er auch eine Stiftung die unter seinem Namen läuft und ist darüber hinaus auch das Online-Oberhaupt einer virtuellen Kirche, in der Menschen auch virtuelle Kerzen anzünden können. Aber auch das ist noch längst nicht alles, was Pfarrer Fliege auf Lager hat, denn zudem betätigt er sich auch noch als Coach, Referent und Seminarleiter.

Die Fliege-Ich-AG floriert, und Kritikern hält der redegewandte Gottesmann entgegen, dass es in den USA schließlich schon seit langem gang und gäbe sei, mit Religion und dem Glauben Geschäfte zu machen. Und scheinbar ist die Nachfrage ja auch da.

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