Wie einfach ist es, die Religion zu wechseln?

Wenn man mit dem Gedanken spielt, die Konfession zu wechseln, muss man sich auch mit den verschiedenen Ritualen beschäftigen, die notwendig sind um einer neuen Religion beizutreten. Möchte man Christ werden, muss man sich zum Beispiel von einem Pastor oder Priester taufen lassen und das christliche Glaubensbekenntnis sprechen. Wenn man zum Judentum wechseln möchte, muss man den Prozess des Gijur durchlaufen, der folgendes vorsieht: Zum einen muss man die bewusste Entscheidung treffen, als Jude zu leben, zum anderen muss man die Beschneidung über sich ergehen lassen, wenn man ein Mann ist und außerdem findet noch ein Tauchbad statt.

Es wird dabei vorausgesetzt, dass man sich das entsprechende Wissen über das Judentum aneignet und das Wissen wird anschließend auch überprüft. Entschließt man sich dazu, dem Islam beizutreten, muss man das entsprechende Glaubensbekenntnis sprechen, in einer überzeugenden Art und Weise. Möchte man eine Urkunde über die Konversion, müssen dabei zwei Zeugen anwesend sein. Dann findet noch die rituelle Ganzwaschung statt und optional kann man sich auch noch einen türkischen Namen zulegen.

Wenn man Buddhist werden möchte, muss man vergleichsweise wenig unternehmen – Buddhist wird man, indem man den Buddhismus einfach praktiziert. Lediglich eine Zufluchtnahme findet statt, dabei handelt es sich um eine Zeremonie, in deren Verlauf man sich zu Buddha, seiner Lehre und seiner Gemeinschaft bekennt. Das oberste Gebot der Buddhisten ist es, keinem anderen Lebewesen Schaden zuzufügen.

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