Archiv für die Kategorie „Glauben“

Wilders und die Islam-Debatte

Warum nicht auch mal der „anderen“ Seite ein Ohr leihen, wie zum Beispiel Geert Wilders, dem Rechtspopulisten aus den Niederlanden? Nicht jedem scheint aber dieser Gedanke so recht zu behagen, so unter anderem auch dem CDU-Fraktionschef Frank Henkel nicht. Denn eben jenem Abgeordneten wirft beispielsweise René Stadtkewitz, „Noch-Mitglied“ der CDU-Franktion, „Ignoranz“ vor. Auslöser dieser Zwistigkeit war eine vorangegangene Einladung von Stadtkewitz an Geert Wilders zu einer Islam-Debatte.

Der Haken an der Geschichte ist allerdings, dass Wilders berühmt-berüchtigt ist für rechtspopulistische Äußerungen sowie seine abneigende Haltung dem Islam gegenüber. Die Krönung des Ganzen ist der von Henkel angedrohte Fraktionsrauswurf Stadtkewitz‘, für den Fall, dass dieser seine Einladung nicht zurücknehme. Diesen Beitrag weiterlesen »

Kalisch – Kritik und Kirchenaustritte…

Sven Kalisch, einstiger, bekannter Extrem-Kritiker des islamischen Glaubens und ehemaliger Professor für die „Religion des Islam“, sieht sich nun neuen Aufgaben gegenüber. Erst im Jahre 2004 ernannte man ihn zum deutschlandweit ersten Islamlehrer. Eine in der Tat herausragende Ehrung, jedoch sollte alles anders kommen, als zunächst geplant. Es ist noch gar nicht lange her, da sorgte der Islamwissenschaftler Kalisch nämlich für einen handfesten Eklat: weil er sich in der Tat abwertend über den Propheten Mohammed äußerte, ja, sogar dessen Existenz in Frage stellte, wurde er von namhaften Gläubigen über viele Jahre hinweg geächtet.

Über lange Zeit stand er darüber hinaus auch bei vielen Anhängern des islamischen Glaubens tief in der Kritik. Nun aber bot ihm die Universität Münster eine neue, berufliche Herausforderung an. Diesen Beitrag weiterlesen »

Fußball und Glaube – Mehr Gemeinsamkeiten als man denkt

© flickr.com/ fabbio

Die Fußball WM in Südafrika ist in diesen Tagen in aller Munde, die Menschen treffen sich zum Public Viewing oder zum Grillen und genießen dieses besondere Highlight des Sommers. Und wenn man sich nun fragt, was Glaube und Fußball gemeinsam haben, so ist diese Frage eigentlich gar nicht so schwer zu beantworten, denn wenn es nach Pfarrer Christoph Pelczar geht, dann dreht sich auch beim Fußball alles um Würde und Verletzlichkeit, Verzagen und Jubel, Abseits und Ignoranz sowie Glaube, Liebe und Hoffnung. Pfarrer Christoph Pelczar war übrigens auch während der Europameisterschaft 2008 in Österreich im Großeinsatz und daher muss er es eigentlich wissen.

Demnach würde Glaube und auch Fußball den Menschen einen Raum anbieten, an dem sie so sein können, wie sie wirklich sind. Es können Gefühle ausgelebt und Kraft gesammelt werden. Und auch beim Fußball zelebriere man das Geschehen, darüber hinaus geht es auch um Werte wie Vertrauen, Gemeinschaft, Hilfsbereitschaft, Zielstrebigkeit, positives Denken und Fairness. Diesen Beitrag weiterlesen »

Wie einfach ist es, die Religion zu wechseln?

Wenn man mit dem Gedanken spielt, die Konfession zu wechseln, muss man sich auch mit den verschiedenen Ritualen beschäftigen, die notwendig sind um einer neuen Religion beizutreten. Möchte man Christ werden, muss man sich zum Beispiel von einem Pastor oder Priester taufen lassen und das christliche Glaubensbekenntnis sprechen. Wenn man zum Judentum wechseln möchte, muss man den Prozess des Gijur durchlaufen, der folgendes vorsieht: Zum einen muss man die bewusste Entscheidung treffen, als Jude zu leben, zum anderen muss man die Beschneidung über sich ergehen lassen, wenn man ein Mann ist und außerdem findet noch ein Tauchbad statt.

Es wird dabei vorausgesetzt, dass man sich das entsprechende Wissen über das Judentum aneignet und das Wissen wird anschließend auch überprüft. Diesen Beitrag weiterlesen »

Schulunterricht: Religion oder Ethik – oder beides?

An vielen deutschen Schulen ist es immer noch ein Streitthema, ob man Ethik als Pflichtfach einsetzen soll oder nicht – in vielen Fällen wird Ethik für jene Schüler als Alternative zum Religionsunterricht angeboten, wenn diese einer anderen Konfession angehören. Viele halten es jedoch auch für sinnvoll, Ethik unabhängig vom Religionsunterricht anzubieten, da eine Werteerziehung für junge Menschen nur von Vorteil sein kann.

Währenddessen werben die Kirchen verstärkt für den Religionsunterricht und sie halten auch nach wie vor eine konfessionelle Trennung für sinnvoll. Der Lehrermangel führt jedoch immer öfter dazu, dass das Fach Religion ganz ausfällt oder aber dass der Religionsunterricht überkonfessionell erteilt wird und neben dem christlichen Glauben auch andere Glaubensrichtungen vertreten sind.

Fronleichnam – Hochfest des Leibes und Blutes Christi

In dieser Woche steht wieder ein Feiertag an, der allerdings nicht in allen Teilen Deutschlands auch aktiv begangen wird: Fronleichnam. Nur in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland ist Fronleichnam ein gesetzlicher Feiertag. Fronleichnam findet immer zehn Tage nach Pfingsten statt und das Wort an sich bedeutet soviel wie Leib Christi, da „fron“ für Herr steht und „Leichnam“ auch als Leib interpretiert werden kann. Im christlichen Glauben steht Fronleichnam für die Verwandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Christi, ein Prozess, der auch unter dem Begriff Transsubstantiationslehre bekannt ist und offiziell zum Dogma erklärt wurde. Diesen Beitrag weiterlesen »

Berliner Gericht revidiert Urteil in Sachen Gebetsstreit

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In Sachen Gebetsstreit hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg nun ein Machtwort gesprochen – demnach dürfen Lehrer den Schülern verbieten, außerhalb des Religionsunterrichts zu beten. Damit ist die Entscheidung der Vorinstanz aufgehoben, der besagte dass Schüler jederzeit ihrer vermeintlichen Gebetspflicht nachgehen können – eine Berliner Schule hatte eigens dafür sogar einen Gebetsraum eingerichtet, damit die Gebete nicht in aller Öffentlichkeit stattfinden. Diesen Beitrag weiterlesen »

Pfingsten – Von Konsum, Urlaub und dem Heiligen Geist

Und wieder steht an diesem Wochenende ein Fest bevor, welches uns zwar ein paar freie Tage beschert, gleichzeitig aber auch ein religiöses Fest ist. Genau 50 Tage nach Ostern feiert man Pfingsten: Während Jesus am Karfreitag gekreuzigt worden und am Ostersonntag wieder auferstanden ist, ist er an Christi Himmelfahrt in den Himmel hinaufgestiegen. Und an Pfingsten schickt er den Menschen den Heiligen Geist, dessen Ankunft sich durch ein Brausen am Himmel bemerkbar machte. Der Heilige Geist soll die Menschen dann dazu veranlasst haben, Gottes große Taten zu verkünden. Vom Sinn her ist Pfingsten also ein Fest, welches ebenso für Veränderung sowie neue Anregungen und Inspiration im Bereich des menschlichen Zusammenlebens steht.

In unserer modernen Welt sieht Pfingsten allerdings oft so aus, dass viele Menschen den zusätzlichen Feiertag dazu nutzen, über das verlängerte Wochenende einen Kurzurlaub zu planen, Freunde und Verwandte zu besuchen oder aber mit der Familie einen schönen Ausflug zu machen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Ökumenischer Kirchentag in München

Anlässlich des 2. Ökumenischen Kirchentags kamen auch viele Jugendliche nach München, doch was bedeutet Glaube für diese jungen Menschen? Viele von ihnen kamen nach München, um neue Leute kennenzulernen und Spaß zu haben – zwei Optionen, die sich jedoch auch durch viele andere Unternehmungen erfüllen lassen und nicht unbedingt etwas mit Glaube, Religion und Kirche zu tun haben. Dann gibt es jedoch auch solche Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die Wert darauf legen Gleichgesinnte kennenzulernen die ähnlich denken und fühlen. Die Veranstaltungen empfinden sie als modern und jugendorientiert und als ganz anderes als die der normalen Kirche, die sie ein wenig zu altbacken finden.

Andere wiederum genießen das Gemeinschaftsgefühl und die Toleranz, da alle willkommen sind, unabhängig davon, welcher Konfession man angehört. Viele der Jugendlichen finden die katholische Kirche als nicht mehr zeitgemäß und nennen dafür auch konkrete Gründe. Die katholische Kirche sei engstirnig, streng und eingefahren, finden sie.

Christi Himmelfahrt – Tradition und Ursprung

In dieser Woche ist es wieder so weit, es jährt sich Christi Himmelfahrt. Doch obwohl es sich hierbei eigentlich um einen Feiertag mit religiösem Ursprung handelt, überwiegt bei den meisten Menschen wohl eher der Fakt, dass an Christi Himmelfahrt auch Vatertag ist. So ist es im Laufe der Jahre zum Brauch geworden, dass Männer – Junggesellen, Väter und auch andere männliche Mitglieder von Vereinen – zu einem meist feucht-fröhlichen ausartenden Ausflug ins Grüne aufbrechen, um dort zu grillen, zu essen, zu trinken, zu singen und es sich mal so richtig gut gehen zu lassen – ohne dass die Frauen ihnen dazwischenfunken.

Eigentlich geht es bei Christi Himmelfahrt jedoch um Christus’ Aufstieg in den Himmel, denn nachdem dieser dem Evangelisten Lukas und seinen Jüngern seit seiner Auferstehung (Ostern) über 40 Tage lang erschienen war, sei er am 40. Tag vor ihren Augen in den Himmel empor gehoben worden. Diesen Beitrag weiterlesen »

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