Archiv für April 2010
Aufregung in der Schweiz – Islamischer Zentralrat toleriert Steinigungen
Obwohl wir inzwischen im 21. Jahrhundert leben, könnte man angesichts einiger Meldungen dann doch meinen, man befände sich eher noch in der Steinzeit – der Präsident des Islamischen Zentralrats Nicolas Blancho hat sich am Wochenende im Schweizer Fernsehen und auch in einer Sonntagszeitung für die Steinigung als Wert einer Religion stark gemacht. Die sei für ihn ein Bestandteil, ein Wert seiner Religion sagte er wortwörtlich. Seine Aussage, dass dies „bei den gegebenen Umständen in der Welt und in der Schweiz nicht umsetzbar“ sei, klingt dann schon fast ein wenig enttäuscht.
Er vergleicht die Steinigung, die in einigen Länder immer noch vollzogen wird und durch die Sünder bestraft werden, eher vergleichbar mit dem Zölibat der Christen oder auch dem Talmud bei den Juden. Einen Unterschied scheint er dabei nicht zu erkennen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Mohammed-Verunglimpfung – South Park-Macher müssen sich warm anziehen
Nachdem es bereits in der Vergangenheit immer wieder zu Kontroversen gekommen ist, wenn eine bestimmte Glaubensrichtung oder aber die Anhänger einer bestimmten Glaubensrichtung beispielsweise durch Karikaturen aufs Korn genommen wurden, scheint sich aktuell eine weitere anzubahnen: Die Macher von South Park, Trey Parker und Matt Stone, haben sich die Anhänger des Propheten Mohammed vorgeknöpft. Generell ist es so, dass sich die Macher der beliebten Serie nun einmal besonders gerne über jene Menschen lustig machen, die keine Kritik vertragen – und da gehören nun einmal auch die Islamisten zu. Für die 200. Jubiläumsfolge von South Park haben Parker und Stone nun also Tom Cruise zum Fabrikarbeiter gemacht, der von den South Park-Bewohnern ein Treffen mit Mohammed erpressen will, weil dieser unantastbar ist und weder beleidigt, noch veralbert, noch dargestellt werden darf. Da will sich Cruise dann auch eine Scheibe von abschneiden.
Es ist jedoch nicht das erste Mal, dass ein Gott oder auch ein anderes Religionsoberhaupt bei South Park karikiert wird, nur haben sich die Zeiten scheinbar eben doch stark geändert und die Fronten verhärtet. Diesen Beitrag weiterlesen »
Zum Rücktritt vom Augsburger Bischof Mixa
Nun sind den Worten auch endlich Taten gefolgt – wenn man denn so will, denn eigentlich hat es viel zu lange gedauert, bis Bischof Mixa sich zu seinem Rücktritt bequemt hat. Schon seit Wochen ist immer wieder darüber berichtet worden, dass der Bischof des Bistums Augsburg sich nicht nur an Kinder vergriffen, sondern darüber hinaus auch noch Kirchengelder veruntreut hat. Darauf angesprochen hat Mixa alle Beschuldigungen bis zuletzt von sich zurückgewiesen – bis ihn die Vergangenheit dann doch eingeholt hat und ihm nichts mehr anderes übrig bliebt, als all seine Ämter aufzugeben. Bei diesem Fall stellen sich zahlreiche Fragen, unter anderem auch, warum es so lange gedauert hat bis er seine Schuld eingesteht und auch, warum ein Mensch, der als Erzmoralist gilt und jede Gelegenheit nutze, andere auf moralischer Ebene zu kritisieren, bei sich selber solche komplett anderen Maßstäbe anlegt.
Antworten werden sich auf einige dieser Frage wohl kaum oder aber nur unzureichend finden lassen, Fakt ist, dass dieser Fall die Diskussion über Rolle und auch die Machenschaften der katholischen Kirche bzw. ihrer „Gottesdiener“ im Allgemeinen einmal mehr angefacht hat. Diesen Beitrag weiterlesen »
Ausstellung „Kraftwerk Religion“ im Deutschen Hygiene-Museum Dresden
Im Dresdner Hygiene-Museum wird derzeit eine neue Ausstellung vorbereitet, die den Titel „Kraftwerk Religion“ trägt und vom 1. Oktober bis zum 5. Juni 2011 zu sehen sein wird. Der 33. Evangelische Kirchentag findet kurz vor dem Ende der Ausstellung vom 1. bis zum 5. Juni 2011 in Dresden statt, so dass die Teilnehmer sich die Ausstellung zu diesem für sie sicherlich sehr interessanten Thema noch angucken können. Aber auch für viele andere Menschen könnte sich ein Besuch er Ausstellung lohnen, denn im Mittelpunkt stehen besonders jene Aspekte, die die Funktion der Religion betreffen. Laut Museumssprecher Christoph Wingender würden sich heutzutage wieder mehr Menschen mit der Religion beschäftigen, und das ziehe sich durch alle gesellschaftlichen Schichten.
Demnach plant man die Ausstellung in drei Teile zu gliedern, in den Abschnitten “Gemeinschaft” und “Gesellschaft” wird die Konstituierung von religiösen Gruppen durch Rituale und Traditionen dargestellt sowie auch deren Abgrenzung zu anderen Menschen und im dritten Teil “Gott” wird vor allem die transzendente und spirituelle Seite der Religion beleuchtet sowie auch das Verhältnis Verhältnis zwischen Mensch und Gott. Diesen Beitrag weiterlesen »
Diskussionen um Scientology
Das Thema Scientology sorgt immer wieder für heiße Diskussionen, vor allem deshalb, weil viele Menschen wollen, dass die Sekte, die sich ja immer wieder gerne als Kirche sieht, in Deutschland verboten wird. Dieses Vorhaben, was übrigens auch von vielen Politikern unterstützt wird, scheitert jedoch an der Verfassung, die, was das angeht, zu liberal gestaltet ist. Laut dem ehemaligen Ministerpräsidenten Beckstein verfolgt Scientology genau wie die NPD verfassungsfeindliche Ziele und gehöre daher verboten – nur so einfach scheint das in der Umsetzung dann doch nicht zu sein. Immer wieder wird davon berichtet, dass Scientology mit seinen Mitgliedern eine Art Gehirnwäsche vollzieht und dass jene Menschen, die der Sekte den Rücken kehren, massiv bedrängt werden, zurück zu kommen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Glaube & Religion: In vielen Teilen der Welt Ursache für Demütigungen und Leid
Man mag es kaum glauben, aber Christen sind jene Menschen, die – was ihre religiöse Gesinnung angeht – weltweit am meisten verfolgt werden. Bei den Indern sind die Christen so zum Beispiel eher am unteren Ende des Kastensystems angesiedelt, dort gelten sie als „unberührbar“ – im schlimmsten Fall werden sie zur Zielscheibe radikaler Hindus, die Kirchen und Geschäfte von Christen überfallen. Von gemäßigten Hindus werden die Christen in Indien dagegen „nur“ mit Missachtung gestraft. Wenn dann zum Beispiel ein Angehöriger der hinduistischen Religion einen Christen heiraten möchte, dann kann das innerhalb der Familie auch schon mal zu großen Problemen führen, weil man sich verraten fühlt. So müssen heiratswillige Hindus dann schon mal ihre Identität aufgeben und sich vor ihrer eigenen Familie verstecken, wenn sie sich nicht davon abbringen lassen, einen Christen oder auch eine Christin zu heiraten.
Aber auch in vielen anderen Ländern werden Christen ausgegrenzt und überfallen – so zum Beispiel auch in Ägypten, China, Saudi-Arabien, im Irak, im Jemen, in Nigeria, auf den Malediven oder in Afghanistan. Diesen Beitrag weiterlesen »
Über Doppelmoral und Scheinheiligkeit
Gleich vorweg sei mal erwähnt, dass es den folgenden Zeilen vielleicht ein wenig an Objektivität fehlt – aber vielleicht bin ich ja auch nicht die einzige Person, die sich maßlos über die Reaktion der katholischen Kirche zu den nach und nach enthüllten Missbrauchsfällen durch Pater, Pfarrer, Bischöfe, Nonnen und andere „Geistliche“ aufregt.
An einem Ort, an dem man seine Kinder und Lieben eigentlich sicher wähnt, kam es zu den übelsten Demütigungen und Missbräuchen und die Opfer, die heute schon zum Teil über 50 oder sogar 60 Jahre alt sind, sind immer noch gezeichnet von den Vorfällen, die teils viele Jahrzehnte zurück liegen. Nie konnten sie in dieser langen Zeit vergessen, was ihnen damals angetan wurde – von Menschen, denen sie gnadenlos ausgeliefert waren und die von sich behaupten, besonders vorbildlich und menschenfreundlich zu sein. Diesen Beitrag weiterlesen »
„Lourdes“ und die ewige Frage nach dem Wunder
In dieser Woche kommt ein Film der österreichischen Regisseurin Jessica Hausner in die deutschen Kinos, der nicht nur sehr sehenswert ist, sondern sich darüber hinaus auch noch mit einem Thema befasst, welches eigentlich alle Menschen betrifft – dem Glauben und hier im Speziellen dem Glauben an Wunder. Während der Glaube an Wunder für einige Menschen wichtig ist, können andere nun wieder gar nichts damit anfangen, und genau so geht es auch der Hauptperson im Film „Lourdes“, der 33-jährigen Christine (Sylvie Testud).
Seit ihrer Jugend leidet sie an Multipler Sklerose und die Krankheit ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass sie sich nur noch im Rollstuhl fortbewegen kann und auf ständige Betreuung angewiesen ist. Die einzige Möglichkeit, mal aus ihrem Alltag herauszukommen besteht darin, an den vom Malteser Orden organisierten Ausflügen teilzunehmen. Die Auswahl der Reiseziele ist dabei natürlich recht begrenzt, aber Christine ist froh, überhaupt mal etwa anderes sehen zu können. Diesen Beitrag weiterlesen »


