Archiv für Mai 2010

Berliner Gericht revidiert Urteil in Sachen Gebetsstreit

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In Sachen Gebetsstreit hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg nun ein Machtwort gesprochen – demnach dürfen Lehrer den Schülern verbieten, außerhalb des Religionsunterrichts zu beten. Damit ist die Entscheidung der Vorinstanz aufgehoben, der besagte dass Schüler jederzeit ihrer vermeintlichen Gebetspflicht nachgehen können – eine Berliner Schule hatte eigens dafür sogar einen Gebetsraum eingerichtet, damit die Gebete nicht in aller Öffentlichkeit stattfinden. Diesen Beitrag weiterlesen »

Titanic-Cover vom April – Keine religiöse Verunglimpfung

Vor einer Weile (wir berichteten) verursachte das Cover des Satiremagazins Titanic großen Wirbel – darauf abgebildet war nämlich ein Priester, der vor dem gekreuzigten Jesus kniet, in eindeutiger Position bzw. Haltung. Als Titel stand darunter „Kirche heute“. Viele Menschen fühlten sich durch diese Darstellung in ihren religiösen Gefühlen verletzt und auch christliche Vereine gingen auf die Barrikaden. Insgesamt gingen damals rund 200 Beschwerden beim Presserat ein, die insbesondere die Ziffer 10 des Pressekodex verletzt sah. Ziffer 10 lautet “Die Presse verzichtete darauf, religiöse, weltanschauliche oder sittliche Überzeugungen zu schmähen.” Diesen Beitrag weiterlesen »

Thema Religion an Schulen

Wenn es nach Bundesbildungsministerin Annette Schavan und CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe geht, dann soll es an Schulen demnächst die Möglichkeit geben, an einem muslimischen Religionsunterricht teilzunehmen. Ihrer Meinung nach gehört das Thema Religion zur Allgemeinbildung und müsse daher in all seinen Facetten berücksichtigt werden. Und dazu gehörten neben dem Christentum nun mal auch der Islam und andere Glaubensrichtungen.

Ein Pflichtfach Weltreligionen sei hier jedoch nicht die Lösung meint Schavan und sprach sich dagegen aus – ihrer Meinung nach braucht man zunächst einen eigenen Standpunkt und eine eigene Kenntnis der Religion, der man angehört. Auch an deutschen Hochschulen sollten daher mehrere islamische Fachbereiche eingerichtet werden. Diesen Beitrag weiterlesen »

Pfingsten – Von Konsum, Urlaub und dem Heiligen Geist

Und wieder steht an diesem Wochenende ein Fest bevor, welches uns zwar ein paar freie Tage beschert, gleichzeitig aber auch ein religiöses Fest ist. Genau 50 Tage nach Ostern feiert man Pfingsten: Während Jesus am Karfreitag gekreuzigt worden und am Ostersonntag wieder auferstanden ist, ist er an Christi Himmelfahrt in den Himmel hinaufgestiegen. Und an Pfingsten schickt er den Menschen den Heiligen Geist, dessen Ankunft sich durch ein Brausen am Himmel bemerkbar machte. Der Heilige Geist soll die Menschen dann dazu veranlasst haben, Gottes große Taten zu verkünden. Vom Sinn her ist Pfingsten also ein Fest, welches ebenso für Veränderung sowie neue Anregungen und Inspiration im Bereich des menschlichen Zusammenlebens steht.

In unserer modernen Welt sieht Pfingsten allerdings oft so aus, dass viele Menschen den zusätzlichen Feiertag dazu nutzen, über das verlängerte Wochenende einen Kurzurlaub zu planen, Freunde und Verwandte zu besuchen oder aber mit der Familie einen schönen Ausflug zu machen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Glaubensrichtung Triathlon

Neben den herkömmlichen religiösen Glaubensrichtungen sollte man aber auch einen Blick in andere Richtungen der teilweise spirituellen Kraft richten. Betrachtet man einige Sportler so kann man deutliche Parallelen zu den herkömmlichen Glaubensrichtungen erkennen. Nehmen wir nur mal so zum Beispiel:

glaubensrichtung triathlon
Man glaubt an den Sport, trainiert, findet Gleichgesinnte. An Wochenenden trifft man sich zum gemeinsamen Event und ein ganz wichtiges Element ist die eigene Kraftschöpfung aus dem getanen.

Ökumenischer Kirchentag in München

Anlässlich des 2. Ökumenischen Kirchentags kamen auch viele Jugendliche nach München, doch was bedeutet Glaube für diese jungen Menschen? Viele von ihnen kamen nach München, um neue Leute kennenzulernen und Spaß zu haben – zwei Optionen, die sich jedoch auch durch viele andere Unternehmungen erfüllen lassen und nicht unbedingt etwas mit Glaube, Religion und Kirche zu tun haben. Dann gibt es jedoch auch solche Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die Wert darauf legen Gleichgesinnte kennenzulernen die ähnlich denken und fühlen. Die Veranstaltungen empfinden sie als modern und jugendorientiert und als ganz anderes als die der normalen Kirche, die sie ein wenig zu altbacken finden.

Andere wiederum genießen das Gemeinschaftsgefühl und die Toleranz, da alle willkommen sind, unabhängig davon, welcher Konfession man angehört. Viele der Jugendlichen finden die katholische Kirche als nicht mehr zeitgemäß und nennen dafür auch konkrete Gründe. Die katholische Kirche sei engstirnig, streng und eingefahren, finden sie.

Christi Himmelfahrt – Tradition und Ursprung

In dieser Woche ist es wieder so weit, es jährt sich Christi Himmelfahrt. Doch obwohl es sich hierbei eigentlich um einen Feiertag mit religiösem Ursprung handelt, überwiegt bei den meisten Menschen wohl eher der Fakt, dass an Christi Himmelfahrt auch Vatertag ist. So ist es im Laufe der Jahre zum Brauch geworden, dass Männer – Junggesellen, Väter und auch andere männliche Mitglieder von Vereinen – zu einem meist feucht-fröhlichen ausartenden Ausflug ins Grüne aufbrechen, um dort zu grillen, zu essen, zu trinken, zu singen und es sich mal so richtig gut gehen zu lassen – ohne dass die Frauen ihnen dazwischenfunken.

Eigentlich geht es bei Christi Himmelfahrt jedoch um Christus’ Aufstieg in den Himmel, denn nachdem dieser dem Evangelisten Lukas und seinen Jüngern seit seiner Auferstehung (Ostern) über 40 Tage lang erschienen war, sei er am 40. Tag vor ihren Augen in den Himmel empor gehoben worden. Diesen Beitrag weiterlesen »

Sonderausstellung im Deutschen Museum München beleuchtet Pilgerreisen gestern und heute

© Foto: Günter Grüner

Im Deutschen Museum München ist noch bis zum 17. Oktober 2010 eine Sonderausstellung zu sehen, die sich mit dem Thema Pilgerreisen gestern und heute beschäftigt. Die Ausstellung mit dem Namen „Unterwegs fürs Seelenheil?! Pilgerreisen gestern und heute“ beleuchtet damit eine der ältesten und gleichzeitig auch aktuellsten Formen der Mobilität, die in allen fünf Weltreligionen praktiziert wird, angefangen bei der Wallfahrt im Christentum bis hin zu den großen Pilgerereignisse im Judentum, im Islam, im Hinduismus und im Buddhismus.

Die Sonderausstellung befasst sich mit bekannten Pilgerorten und –wegen, typischen Reiseabläufen sowie auch Reiseerlebnissen Diesen Beitrag weiterlesen »

Kirchenaustritt – Entweder ganz, oder gar nicht

Eine Urteil beweist nun, dass auch der spirituelle Nutzen von Religion durchaus seinen Preis hat: Der ehemalige Kirchenrechtler Hartmut Zapp gab beim zuständigen Standesamt an, nur noch der spirituellen Gemeinschaft angehören zu wollen, nicht aber dem juristischen Konstrukt der katholischen Kirche bzw. der öffentlich-rechtlichen Körperschaft. Im Klartext bedeutet das, dass Zapp zwar nach wie vor noch katholisch sein, sich die Kirchensteuer aber sparen wollte. Das sah die Kirche natürlich gar nicht ein und zog vor das Freiburger Verwaltungsgericht – nachdem es erst gar nicht so schlecht aussah für Zapp kam es am Ende dann doch zu dem Urteil, dass nur die Kirche selbst darüber zu entscheiden hat, ob es eine Mitgliedschaft ohne Kirchensteuerpflicht geben kann – und das bedeutet in der Folge, dass Körperschaft und Glaubensgemeinschaft nicht getrennt werden kann und der Kirchenaustritt von Zapp somit ungültig sei. Diesen Beitrag weiterlesen »

Diskussion um Religionssymbole in deutschen Schulen

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Es ist schon ein Weilchen her, dass das Kopftuch in Klassenzimmern rege Diskussionen ausgelöst hat. Nun scheint das Thema jedoch wieder aktuell zu sein, denn der Zentralrat der Muslime in Deutschland hält es nach wie vor für sinnvoll, dass sich Symbole der verschiedenen Religionen auch in Schulen befinden. Damit meint er nicht nur das Kopftuch muslimischer Frauen, sondern auch Kreuze, die den christlichen Glaube widerspiegeln. Zuvor hatte die CDU-Politikerin Aygül Özkan dafür plädiert, sämtliche Religionssymbole aus den deutschen Schulen zu verbannen. Diesen Beitrag weiterlesen »

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