Christi Himmelfahrt – Tradition und Ursprung

In dieser Woche ist es wieder so weit, es jährt sich Christi Himmelfahrt. Doch obwohl es sich hierbei eigentlich um einen Feiertag mit religiösem Ursprung handelt, überwiegt bei den meisten Menschen wohl eher der Fakt, dass an Christi Himmelfahrt auch Vatertag ist. So ist es im Laufe der Jahre zum Brauch geworden, dass Männer – Junggesellen, Väter und auch andere männliche Mitglieder von Vereinen – zu einem meist feucht-fröhlichen ausartenden Ausflug ins Grüne aufbrechen, um dort zu grillen, zu essen, zu trinken, zu singen und es sich mal so richtig gut gehen zu lassen – ohne dass die Frauen ihnen dazwischenfunken.

Eigentlich geht es bei Christi Himmelfahrt jedoch um Christus’ Aufstieg in den Himmel, denn nachdem dieser dem Evangelisten Lukas und seinen Jüngern seit seiner Auferstehung (Ostern) über 40 Tage lang erschienen war, sei er am 40. Tag vor ihren Augen in den Himmel empor gehoben worden. Demzufolge ergab sich dann auch Brauch, dass eine Christusfigur bei Messen symbolisch hochgezogen wurde, was sich im Laufe der Zeit dann jedoch verflüchtigte. Es ist allerdings belegt, dass seit dem 16. Jahrhundert so genannte Flurumgänge stattfanden, bei denen Grundeigentümer einmal im Jahr ihren Besitz umschreiten mussten, um den Besitzanspruch aufrecht zu erhalten – schon damals endeten diese Umzüge nicht selten auch in Trinkgelagen.

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