Diskussion um Religionssymbole in deutschen Schulen
Es ist schon ein Weilchen her, dass das Kopftuch in Klassenzimmern rege Diskussionen ausgelöst hat. Nun scheint das Thema jedoch wieder aktuell zu sein, denn der Zentralrat der Muslime in Deutschland hält es nach wie vor für sinnvoll, dass sich Symbole der verschiedenen Religionen auch in Schulen befinden. Damit meint er nicht nur das Kopftuch muslimischer Frauen, sondern auch Kreuze, die den christlichen Glaube widerspiegeln. Zuvor hatte die CDU-Politikerin Aygül Özkan dafür plädiert, sämtliche Religionssymbole aus den deutschen Schulen zu verbannen.
Der Zentralrat der Muslime in Deutschland meint, dass die Religion auch öffentlich sichtbar sein und bleiben sollte, da man ja immerhin „in einem zutiefst christlich geprägten Land und in einer zutiefst christlich geprägten Kultur„ lebe. Demnach stelle man mit einer Verbannung die sakuläre Verfassung in Frage, was soviel bedeutet, dass man damit eine Art zutiefst verwurzeltes, weltliches Grundrecht unterwandert. Und obwohl sich der Staat gegenüber den Religionsgemeinschaften eine neutrale Position bezieht, sei der laut Zentralvorsitzenden Ayyub Axel Köhler dazu verpflichtet, mit ihnen zu kooperieren. Wie sich diese Debatte weiterhin entwickelt, wird abzuwarten sein.
