Fronleichnam – Hochfest des Leibes und Blutes Christi
In dieser Woche steht wieder ein Feiertag an, der allerdings nicht in allen Teilen Deutschlands auch aktiv begangen wird: Fronleichnam. Nur in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland ist Fronleichnam ein gesetzlicher Feiertag. Fronleichnam findet immer zehn Tage nach Pfingsten statt und das Wort an sich bedeutet soviel wie Leib Christi, da „fron“ für Herr steht und „Leichnam“ auch als Leib interpretiert werden kann. Im christlichen Glauben steht Fronleichnam für die Verwandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Christi, ein Prozess, der auch unter dem Begriff Transsubstantiationslehre bekannt ist und offiziell zum Dogma erklärt wurde.
Damals wurde Fronleichnam jedoch noch nicht als Feier- oder auch Festtag begangen, erst als die Augustinerchorfrau Juliana von Lüttich in einer Vision die Botschaft erhielt, dass es Jesu Christ Wunsch sein, dem Altarssakrament einen eigenen Festtag zu widmen und der Papst Mitte des 13. Jahrhunderts das Fronleichnamfest auch offiziell einführte, wurde die Grundlage des heutigen Fronleichnam-Feiertages gelegt. Fronleichnam wird heute in vielen Ländern Europas begangen und es finden aus diesem Anlass auch Prozessionen statt.
Gleichzeitig ist dieser zusätzliche Feiertag für die eher nicht so gläubigen Menschen natürlich auch eine Möglichkeit, das Wochenende zu verlängern und Freunde oder Familie zu besuchen oder einen Kurzurlaub zu planen. Viele Freibäder in ganz Deutschland öffnen zudem an Fronleichnam ihre Pforten, da Richtung Wochenende endlich mit sommerlichen Temperaturen und sogar Sonnenschein zu rechnen ist.
Wann? Leicht zu merken: genau zehn Tage nach Pfingsten, also immer auf den zweiten Donnerstag nach Pfingsten.