Sonderausstellung im Deutschen Museum München beleuchtet Pilgerreisen gestern und heute

© Foto: Günter Grüner

Im Deutschen Museum München ist noch bis zum 17. Oktober 2010 eine Sonderausstellung zu sehen, die sich mit dem Thema Pilgerreisen gestern und heute beschäftigt. Die Ausstellung mit dem Namen „Unterwegs fürs Seelenheil?! Pilgerreisen gestern und heute“ beleuchtet damit eine der ältesten und gleichzeitig auch aktuellsten Formen der Mobilität, die in allen fünf Weltreligionen praktiziert wird, angefangen bei der Wallfahrt im Christentum bis hin zu den großen Pilgerereignisse im Judentum, im Islam, im Hinduismus und im Buddhismus.

Die Sonderausstellung befasst sich mit bekannten Pilgerorten und –wegen, typischen Reiseabläufen sowie auch Reiseerlebnissen und den verkehrlichen und logistischen Infrastrukturen, die für große Pilgerfahrten notwendig waren und immer noch sind. Die „Wand der Riten“ bietet den Besuchern unterschiedliche Düfte und Gesänge, eine Lichtinstallation soll den Zauber vieler Kerzen vermitteln und der „Wunschbaum“ steht für die Erwartungen und Hoffnungen vieler Pilger. Abgerundet werden diese Inhalte durch Multimedia- und Filmstationen, die den Besuchern Eindrücke von konkreten Erlebnissen einer Pilgerreise näher bringen sollen.

Pilgern bedeutet zwar auch kultureller Austausch, allerdings hängen auch wirtschaftliche Interessen damit zusammen, was zum Beispiel auch die zahlreichen Herbergen zeigen, das sich entlang bekannter Pilgerwege über die Jahre hinweg angesammelt haben. Aber auch Pilgerfeste und Märkte gehören zu diesem Brauchtum dazu, der Verkauf von Andenken und Devotionalien bietet den Einheimischen, die unweit der Pilgerwege leben, außerdem eine Existenzgrundlage.

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