Wilders und die Islam-Debatte

Warum nicht auch mal der „anderen“ Seite ein Ohr leihen, wie zum Beispiel Geert Wilders, dem Rechtspopulisten aus den Niederlanden? Nicht jedem scheint aber dieser Gedanke so recht zu behagen, so unter anderem auch dem CDU-Fraktionschef Frank Henkel nicht. Denn eben jenem Abgeordneten wirft beispielsweise René Stadtkewitz, „Noch-Mitglied“ der CDU-Franktion, „Ignoranz“ vor. Auslöser dieser Zwistigkeit war eine vorangegangene Einladung von Stadtkewitz an Geert Wilders zu einer Islam-Debatte.

Der Haken an der Geschichte ist allerdings, dass Wilders berühmt-berüchtigt ist für rechtspopulistische Äußerungen sowie seine abneigende Haltung dem Islam gegenüber. Die Krönung des Ganzen ist der von Henkel angedrohte Fraktionsrauswurf Stadtkewitz‘, für den Fall, dass dieser seine Einladung nicht zurücknehme. Dabei ist Stadtkewitz noch immer der Ansicht, dass die CDU ruhig mehr über Themen den Islam betreffend debattieren solle. Im Zusammenhang mit der – ebenfalls rechspopulistischen Organisation „Pax Europa“ war Stadtkewitz übrigens bereits aus der Partei ausgeschieden; nicht aber aus der Fraktion. Ob sich Stadtkewitz wohl trotz all‘ dieser Vorkommnisse im kommenden Jahr dafür entscheiden wird, für die Wahl von Geert Wilders’ Freiheitspartei anzutreten? Man wird sehen….

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