Thema Religion an Schulen

Wenn es nach Bundesbildungsministerin Annette Schavan und CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe geht, dann soll es an Schulen demnächst die Möglichkeit geben, an einem muslimischen Religionsunterricht teilzunehmen. Ihrer Meinung nach gehört das Thema Religion zur Allgemeinbildung und müsse daher in all seinen Facetten berücksichtigt werden. Und dazu gehörten neben dem Christentum nun mal auch der Islam und andere Glaubensrichtungen.

Ein Pflichtfach Weltreligionen sei hier jedoch nicht die Lösung meint Schavan und sprach sich dagegen aus – ihrer Meinung nach braucht man zunächst einen eigenen Standpunkt und eine eigene Kenntnis der Religion, der man angehört. Auch an deutschen Hochschulen sollten daher mehrere islamische Fachbereiche eingerichtet werden. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU) forderte dagegen, dass man stärker in den deutschen Sprachunterricht investiert, da jedes Kind, das eingeschult wird, auch Deutsch sprechen können muss.

Die Schüler Union sprach sich dagegen gegen einen islamischen Religionsunterricht und stattdessen für einen Ethikunterricht aus. Schüler die nicht an der christlichen Religionsstunde teilnehmen wollen, sollten die Möglichkeit haben den Ethikunterricht zu wählen. Und diese Meinung kommt immerhin vom Vorsitzenden der Schüler Union Younes Ouaqasse, der selber Muslime ist.

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