Artikel-Schlagworte: „Glaube“

Fußball und Glaube – Mehr Gemeinsamkeiten als man denkt

© flickr.com/ fabbio

Die Fußball WM in Südafrika ist in diesen Tagen in aller Munde, die Menschen treffen sich zum Public Viewing oder zum Grillen und genießen dieses besondere Highlight des Sommers. Und wenn man sich nun fragt, was Glaube und Fußball gemeinsam haben, so ist diese Frage eigentlich gar nicht so schwer zu beantworten, denn wenn es nach Pfarrer Christoph Pelczar geht, dann dreht sich auch beim Fußball alles um Würde und Verletzlichkeit, Verzagen und Jubel, Abseits und Ignoranz sowie Glaube, Liebe und Hoffnung. Pfarrer Christoph Pelczar war übrigens auch während der Europameisterschaft 2008 in Österreich im Großeinsatz und daher muss er es eigentlich wissen.

Demnach würde Glaube und auch Fußball den Menschen einen Raum anbieten, an dem sie so sein können, wie sie wirklich sind. Es können Gefühle ausgelebt und Kraft gesammelt werden. Und auch beim Fußball zelebriere man das Geschehen, darüber hinaus geht es auch um Werte wie Vertrauen, Gemeinschaft, Hilfsbereitschaft, Zielstrebigkeit, positives Denken und Fairness. Diesen Beitrag weiterlesen »

Wie einfach ist es, die Religion zu wechseln?

Wenn man mit dem Gedanken spielt, die Konfession zu wechseln, muss man sich auch mit den verschiedenen Ritualen beschäftigen, die notwendig sind um einer neuen Religion beizutreten. Möchte man Christ werden, muss man sich zum Beispiel von einem Pastor oder Priester taufen lassen und das christliche Glaubensbekenntnis sprechen. Wenn man zum Judentum wechseln möchte, muss man den Prozess des Gijur durchlaufen, der folgendes vorsieht: Zum einen muss man die bewusste Entscheidung treffen, als Jude zu leben, zum anderen muss man die Beschneidung über sich ergehen lassen, wenn man ein Mann ist und außerdem findet noch ein Tauchbad statt.

Es wird dabei vorausgesetzt, dass man sich das entsprechende Wissen über das Judentum aneignet und das Wissen wird anschließend auch überprüft. Diesen Beitrag weiterlesen »

Immer wieder Mixa

Immer wieder ist in den Nachrichten der Name Mixa zu vernehmen und man hat langsam das Gefühl, als will dieser Fall überhaupt kein Ende mehr nehmen – der Augsburger Bischof war vor einigen Wochen beschuldigt worden, dass er Gewalt gegen Kinder angewandt habe. Nachdem er dies erst geleugnet hat musste er diese Vergehen irgendwann eingestehen. Zu seinem Rücktritt war er erst bereit, als die Beweise und auch der Druck der Öffentlichkeit immer massiver wurde. Kurz zuvor soll er zudem auch noch noch um die Versetzung in ein neues Bistum gebeten haben. Von Einsicht ist hier also nicht die geringste Spur.

Dazu passt auch die nun bekannt gewordene Einschätzung des Vatikans, Mixa sei krank und labil, leide unter Wirklichkeitsverlust leidet und habe bzw. hatte seine sexuellen Neigungen nicht unter Kontrolle. Diesen Beitrag weiterlesen »

Schulunterricht: Religion oder Ethik – oder beides?

An vielen deutschen Schulen ist es immer noch ein Streitthema, ob man Ethik als Pflichtfach einsetzen soll oder nicht – in vielen Fällen wird Ethik für jene Schüler als Alternative zum Religionsunterricht angeboten, wenn diese einer anderen Konfession angehören. Viele halten es jedoch auch für sinnvoll, Ethik unabhängig vom Religionsunterricht anzubieten, da eine Werteerziehung für junge Menschen nur von Vorteil sein kann.

Währenddessen werben die Kirchen verstärkt für den Religionsunterricht und sie halten auch nach wie vor eine konfessionelle Trennung für sinnvoll. Der Lehrermangel führt jedoch immer öfter dazu, dass das Fach Religion ganz ausfällt oder aber dass der Religionsunterricht überkonfessionell erteilt wird und neben dem christlichen Glauben auch andere Glaubensrichtungen vertreten sind.

Kirchenaustritt – Entweder ganz, oder gar nicht

Eine Urteil beweist nun, dass auch der spirituelle Nutzen von Religion durchaus seinen Preis hat: Der ehemalige Kirchenrechtler Hartmut Zapp gab beim zuständigen Standesamt an, nur noch der spirituellen Gemeinschaft angehören zu wollen, nicht aber dem juristischen Konstrukt der katholischen Kirche bzw. der öffentlich-rechtlichen Körperschaft. Im Klartext bedeutet das, dass Zapp zwar nach wie vor noch katholisch sein, sich die Kirchensteuer aber sparen wollte. Das sah die Kirche natürlich gar nicht ein und zog vor das Freiburger Verwaltungsgericht – nachdem es erst gar nicht so schlecht aussah für Zapp kam es am Ende dann doch zu dem Urteil, dass nur die Kirche selbst darüber zu entscheiden hat, ob es eine Mitgliedschaft ohne Kirchensteuerpflicht geben kann – und das bedeutet in der Folge, dass Körperschaft und Glaubensgemeinschaft nicht getrennt werden kann und der Kirchenaustritt von Zapp somit ungültig sei. Diesen Beitrag weiterlesen »