Artikel-Schlagworte: „Kirche“

Immer wieder Mixa

Immer wieder ist in den Nachrichten der Name Mixa zu vernehmen und man hat langsam das Gefühl, als will dieser Fall überhaupt kein Ende mehr nehmen – der Augsburger Bischof war vor einigen Wochen beschuldigt worden, dass er Gewalt gegen Kinder angewandt habe. Nachdem er dies erst geleugnet hat musste er diese Vergehen irgendwann eingestehen. Zu seinem Rücktritt war er erst bereit, als die Beweise und auch der Druck der Öffentlichkeit immer massiver wurde. Kurz zuvor soll er zudem auch noch noch um die Versetzung in ein neues Bistum gebeten haben. Von Einsicht ist hier also nicht die geringste Spur.

Dazu passt auch die nun bekannt gewordene Einschätzung des Vatikans, Mixa sei krank und labil, leide unter Wirklichkeitsverlust leidet und habe bzw. hatte seine sexuellen Neigungen nicht unter Kontrolle. Diesen Beitrag weiterlesen »

Kirchenaustritt – Entweder ganz, oder gar nicht

Eine Urteil beweist nun, dass auch der spirituelle Nutzen von Religion durchaus seinen Preis hat: Der ehemalige Kirchenrechtler Hartmut Zapp gab beim zuständigen Standesamt an, nur noch der spirituellen Gemeinschaft angehören zu wollen, nicht aber dem juristischen Konstrukt der katholischen Kirche bzw. der öffentlich-rechtlichen Körperschaft. Im Klartext bedeutet das, dass Zapp zwar nach wie vor noch katholisch sein, sich die Kirchensteuer aber sparen wollte. Das sah die Kirche natürlich gar nicht ein und zog vor das Freiburger Verwaltungsgericht – nachdem es erst gar nicht so schlecht aussah für Zapp kam es am Ende dann doch zu dem Urteil, dass nur die Kirche selbst darüber zu entscheiden hat, ob es eine Mitgliedschaft ohne Kirchensteuerpflicht geben kann – und das bedeutet in der Folge, dass Körperschaft und Glaubensgemeinschaft nicht getrennt werden kann und der Kirchenaustritt von Zapp somit ungültig sei. Diesen Beitrag weiterlesen »

Zum Rücktritt vom Augsburger Bischof Mixa

Nun sind den Worten auch endlich Taten gefolgt – wenn man denn so will, denn eigentlich hat es viel zu lange gedauert, bis Bischof Mixa sich zu seinem Rücktritt bequemt hat. Schon seit Wochen ist immer wieder darüber berichtet worden, dass der Bischof des Bistums Augsburg sich nicht nur an Kinder vergriffen, sondern darüber hinaus auch noch Kirchengelder veruntreut hat. Darauf angesprochen hat Mixa alle Beschuldigungen bis zuletzt von sich zurückgewiesen – bis ihn die Vergangenheit dann doch eingeholt hat und ihm nichts mehr anderes übrig bliebt, als all seine Ämter aufzugeben. Bei diesem Fall stellen sich zahlreiche Fragen, unter anderem auch, warum es so lange gedauert hat bis er seine Schuld eingesteht und auch, warum ein Mensch, der als Erzmoralist gilt und jede Gelegenheit nutze, andere auf moralischer Ebene zu kritisieren, bei sich selber solche komplett anderen Maßstäbe anlegt.

Antworten werden sich auf einige dieser Frage wohl kaum oder aber nur unzureichend finden lassen, Fakt ist, dass dieser Fall die Diskussion über Rolle und auch die Machenschaften der katholischen Kirche bzw. ihrer „Gottesdiener“ im Allgemeinen einmal mehr angefacht hat. Diesen Beitrag weiterlesen »

Über Doppelmoral und Scheinheiligkeit

© TITANIC

Gleich vorweg sei mal erwähnt, dass es den folgenden Zeilen vielleicht ein wenig an Objektivität fehlt – aber vielleicht bin ich ja auch nicht die einzige Person, die sich maßlos über die Reaktion der katholischen Kirche zu den nach und nach enthüllten Missbrauchsfällen durch Pater, Pfarrer, Bischöfe, Nonnen und andere „Geistliche“ aufregt.

An einem Ort, an dem man seine Kinder und Lieben eigentlich sicher wähnt, kam es zu den übelsten Demütigungen und Missbräuchen und die Opfer, die heute schon zum Teil über 50 oder sogar 60 Jahre alt sind, sind immer noch gezeichnet von den Vorfällen, die teils viele Jahrzehnte zurück liegen. Nie konnten sie in dieser langen Zeit vergessen, was ihnen damals angetan wurde – von Menschen, denen sie gnadenlos ausgeliefert waren und die von sich behaupten, besonders vorbildlich und menschenfreundlich zu sein. Diesen Beitrag weiterlesen »

Kirche – Austrittswelle macht Pfarreien zu schaffen

Nicht erst seit dem Bekanntwerden der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche kehren immer mehr Menschen der Kirche den Rücken – doch die neuerlichen Vorfälle tragen natürlich auch nicht gerade dazu bei, das Ansehen der Kirche zu verbessern, im Gegenteil: Diejenigen, die ohnehin schon Zweifel hatte, werden sich dadurch bestätigt sehen, ihren Zweifeln auch die entsprechenden Taten folgen zu lassen. Sie treten aus der Kirche aus. Für die Kirche und auch die ganzen Pfarreien hat dies natürlich Konsequenzen – ihnen fehlen die durch die Kirchensteuer in die Kassen gespülten Gelder und müssen Sparmaßnahmen in die Wege leiten. Diesen Beitrag weiterlesen »

Viele Amerikaner glauben an Wunder

Dass die Amerikaner ja ohnehin schon mal recht merkwürdig sind, was Glaubensfragen angeht zeigt zum Beispiel auch, dass viele Menschen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht an die Evolutionstheorie glauben. Dafür scheinen aber immer mehr Amerikaner an Wunder zu glauben, wie eine aktuelle Umfragestudie nun belegt. Demzufolge gaben immerhin rund 80 Prozent der Befragten an, an Wunder zu glauben. Befragt wurden dabei hauptsächlich junge Erwachsene, die zwischen ab dem Jahr 1980 geboren wurden.

Dabei fand man auch heraus, dass diese Generation auch nicht mehr viel mit dem Thema Religion anfangen kann, unabhängig davon, um welche Konfession es sich dabei genau handelt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Immer beliebter: Krabbelgottesdienst für Kinder

In einer Zeit, in der die Bedeutung alter Werte und Traditionen doch eher zurückgegangen ist, scheint nun ein zartes Gegen-Pflänzchen zu wachsen: In Krabbelgruppen und Kindergärten werden immer öfter Gottesdienste angeboten, an denen die Kleinen zusammen mit ihren Eltern teilnehmen können. Dabei handelt es sich in diesem Fall um eine besondere Herausforderung für die Gemeindepädadoginnen und Pfarrer, denn die „Zielgruppe“ kann häufig noch nicht mal richtig sprechen, geschweige denn genau verstehen, was ihnen der Pfarrer oder auch die Pfarrerin da gerade vermitteln möchte. Daher handelt es sich beim so genannten „Krabbelgottesdienst“ – auch”Krümel-Gottesdienst” oder “Zwergen-Gottesdienst” genannt – auch nicht im einen Gottesdienst wie wir ihn kennen, sondern um eine andere, kindgerechte Version.

Dabei soll den Kleinen auf spielerische und auch sinnliche Weise ein Weg zu Gott aufgezeigt und eine Heimat angeboten werden – den Eltern will man auf diese Weise unter anderem auch das gute Gefühl geben, dass ihre Gemeinde ein Angebot für alle Altersgruppen hat. Diesen Beitrag weiterlesen »