Artikel-Schlagworte: „Religion“

Kirchenaustritt – Entweder ganz, oder gar nicht

Eine Urteil beweist nun, dass auch der spirituelle Nutzen von Religion durchaus seinen Preis hat: Der ehemalige Kirchenrechtler Hartmut Zapp gab beim zuständigen Standesamt an, nur noch der spirituellen Gemeinschaft angehören zu wollen, nicht aber dem juristischen Konstrukt der katholischen Kirche bzw. der öffentlich-rechtlichen Körperschaft. Im Klartext bedeutet das, dass Zapp zwar nach wie vor noch katholisch sein, sich die Kirchensteuer aber sparen wollte. Das sah die Kirche natürlich gar nicht ein und zog vor das Freiburger Verwaltungsgericht – nachdem es erst gar nicht so schlecht aussah für Zapp kam es am Ende dann doch zu dem Urteil, dass nur die Kirche selbst darüber zu entscheiden hat, ob es eine Mitgliedschaft ohne Kirchensteuerpflicht geben kann – und das bedeutet in der Folge, dass Körperschaft und Glaubensgemeinschaft nicht getrennt werden kann und der Kirchenaustritt von Zapp somit ungültig sei. Diesen Beitrag weiterlesen »

Diskussion um Religionssymbole in deutschen Schulen

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Es ist schon ein Weilchen her, dass das Kopftuch in Klassenzimmern rege Diskussionen ausgelöst hat. Nun scheint das Thema jedoch wieder aktuell zu sein, denn der Zentralrat der Muslime in Deutschland hält es nach wie vor für sinnvoll, dass sich Symbole der verschiedenen Religionen auch in Schulen befinden. Damit meint er nicht nur das Kopftuch muslimischer Frauen, sondern auch Kreuze, die den christlichen Glaube widerspiegeln. Zuvor hatte die CDU-Politikerin Aygül Özkan dafür plädiert, sämtliche Religionssymbole aus den deutschen Schulen zu verbannen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Aufregung in der Schweiz – Islamischer Zentralrat toleriert Steinigungen

Obwohl wir inzwischen im 21. Jahrhundert leben, könnte man angesichts einiger Meldungen dann doch meinen, man befände sich eher noch in der Steinzeit – der Präsident des Islamischen Zentralrats Nicolas Blancho hat sich am Wochenende im Schweizer Fernsehen und auch in einer Sonntagszeitung für die Steinigung als Wert einer Religion stark gemacht. Die sei für ihn ein Bestandteil, ein Wert seiner Religion sagte er wortwörtlich. Seine Aussage, dass dies „bei den gegebenen Umständen in der Welt und in der Schweiz nicht umsetzbar“ sei, klingt dann schon fast ein wenig enttäuscht.

Er vergleicht die Steinigung, die in einigen Länder immer noch vollzogen wird und durch die Sünder bestraft werden, eher vergleichbar mit dem Zölibat der Christen oder auch dem Talmud bei den Juden. Einen Unterschied scheint er dabei nicht zu erkennen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Mohammed-Verunglimpfung – South Park-Macher müssen sich warm anziehen

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Nachdem es bereits in der Vergangenheit immer wieder zu Kontroversen gekommen ist, wenn eine bestimmte Glaubensrichtung oder aber die Anhänger einer bestimmten Glaubensrichtung beispielsweise durch Karikaturen aufs Korn genommen wurden, scheint sich aktuell eine weitere anzubahnen: Die Macher von South Park, Trey Parker und Matt Stone, haben sich die Anhänger des Propheten Mohammed vorgeknöpft. Generell ist es so, dass sich die Macher der beliebten Serie nun einmal besonders gerne über jene Menschen lustig machen, die keine Kritik vertragen – und da gehören nun einmal auch die Islamisten zu. Für die 200. Jubiläumsfolge von South Park haben Parker und Stone nun also Tom Cruise zum Fabrikarbeiter gemacht, der von den South Park-Bewohnern ein Treffen mit Mohammed erpressen will, weil dieser unantastbar ist und weder beleidigt, noch veralbert, noch dargestellt werden darf. Da will sich Cruise dann auch eine Scheibe von abschneiden.

Es ist jedoch nicht das erste Mal, dass ein Gott oder auch ein anderes Religionsoberhaupt bei South Park karikiert wird, nur haben sich die Zeiten scheinbar eben doch stark geändert und die Fronten verhärtet. Diesen Beitrag weiterlesen »

Zum Rücktritt vom Augsburger Bischof Mixa

Nun sind den Worten auch endlich Taten gefolgt – wenn man denn so will, denn eigentlich hat es viel zu lange gedauert, bis Bischof Mixa sich zu seinem Rücktritt bequemt hat. Schon seit Wochen ist immer wieder darüber berichtet worden, dass der Bischof des Bistums Augsburg sich nicht nur an Kinder vergriffen, sondern darüber hinaus auch noch Kirchengelder veruntreut hat. Darauf angesprochen hat Mixa alle Beschuldigungen bis zuletzt von sich zurückgewiesen – bis ihn die Vergangenheit dann doch eingeholt hat und ihm nichts mehr anderes übrig bliebt, als all seine Ämter aufzugeben. Bei diesem Fall stellen sich zahlreiche Fragen, unter anderem auch, warum es so lange gedauert hat bis er seine Schuld eingesteht und auch, warum ein Mensch, der als Erzmoralist gilt und jede Gelegenheit nutze, andere auf moralischer Ebene zu kritisieren, bei sich selber solche komplett anderen Maßstäbe anlegt.

Antworten werden sich auf einige dieser Frage wohl kaum oder aber nur unzureichend finden lassen, Fakt ist, dass dieser Fall die Diskussion über Rolle und auch die Machenschaften der katholischen Kirche bzw. ihrer „Gottesdiener“ im Allgemeinen einmal mehr angefacht hat. Diesen Beitrag weiterlesen »

Glaube & Religion: In vielen Teilen der Welt Ursache für Demütigungen und Leid

Man mag es kaum glauben, aber Christen sind jene Menschen, die – was ihre religiöse Gesinnung angeht – weltweit am meisten verfolgt werden. Bei den Indern sind die Christen so zum Beispiel eher am unteren Ende des Kastensystems angesiedelt, dort gelten sie als „unberührbar“ – im schlimmsten Fall werden sie zur Zielscheibe radikaler Hindus, die Kirchen und Geschäfte von Christen überfallen. Von gemäßigten Hindus werden die Christen in Indien dagegen „nur“ mit Missachtung gestraft. Wenn dann zum Beispiel ein Angehöriger der hinduistischen Religion einen Christen heiraten möchte, dann kann das innerhalb der Familie auch schon mal zu großen Problemen führen, weil man sich verraten fühlt. So müssen heiratswillige Hindus dann schon mal ihre Identität aufgeben und sich vor ihrer eigenen Familie verstecken, wenn sie sich nicht davon abbringen lassen, einen Christen oder auch eine Christin zu heiraten.

Aber auch in vielen anderen Ländern werden Christen ausgegrenzt und überfallen – so zum Beispiel auch in Ägypten, China, Saudi-Arabien, im Irak, im Jemen, in Nigeria, auf den Malediven oder in Afghanistan. Diesen Beitrag weiterlesen »

Umfrage zum Thema Wiedergeburt und dem Leben nach dem Tod

Pünktlich zum Osterfest befasst sich eine aktuelle Umfrage nun mit dem Thema Wiedergeburt und dem Leben nach dem Tod. Demnach glauben zwei Drittel der Deutschen nicht an ein Leben nach dem Tod und nur rund 35 Prozent halten eine Auferstehung oder auch das ewige Leben für möglich, eine Auffassung, die auch die Christen vertreten. 27 Prozent glauben immerhin an das Paradies und die Hölle. Im Rahmen der Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken-Umschau“ wurden insgesamt rund 2000 Menschen ab einem Alter von 14 Jahren befragt.

Anstatt an ein Leben nach dem Tod zu glauben, sind viele Menschen scheinbar recht überzeugt davon, nach ihrem Tod bereits verstorbene Angehörige und Freunde wiederzusehen, denn das gaben etwa 49 Prozent der Befragten an. Insgesamt 63 Prozent glauben daran, dass sie in irgendeiner Form in ihren Nachfahren weiterleben. Mit dem buddhistischen Glauben und Reinkarnation können die Deutschen dann scheinbar kaum etwas anfangen, denn nur rund 21 Prozent können sich vorstellen, nach ihrem Tod in einer anderen Gestalt – sei es nun als Mensch, Tier oder auch Pflanze – wieder geboren zu werden.

Skurriles Gerichtsurteil aus den USA – Haschisch ist kein Messwein

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Und nebenbei auch mal eine lustige Geschichte – aus den USA erreichte uns in diesen Tagen die Nachricht, dass ein Gericht entschieden hat, dass Haschisch nicht als Religion gilt. Wer mag das wohl auch vermutet haben fragt man sich angesichts dieser recht ungewöhnlichen Schlagzeile… Und auch da wird man fündig, denn nicht nur vermutet sondern sogar fest daran geglaubt hat ein Mann aus dem US-Bundesstaat Colorado: Dieser behauptete, dass Haschisch für ihn wie eine Art Sakrament sei, also einen ähnlichen Stellenwert haben wie der Messwein bei den Christen – und da dieser aus dem Prozedere der katholischen Gottesdienste ja ebenfalls nur sehr schwer wegzudenken sei, sah sich der Mann demzufolge durch die gesetzlichen Regelungen seines persönlichen Sakramentes beraubt und reichte Klage ein.

Diese wurde nun jedoch abgewiesen, mit der Begründung, dass seine Ansichten noch längst keine Religion seien. Diesen Beitrag weiterlesen »

Religion im Alltag – Akzeptabel oder eher störend?

Oft genug haben auch die eher ungläubigen Menschen mit dem Thema Religion zu tun – in vielen Fällen allerdings auch unfreiwillig. So kommt es zum Beispiel immer noch vor, dass die Zeugen Jehovas ihre Abgesandten an der Haustür klingeln lassen, um völlig überrumpelte Menschen von ihrem Glauben zu überzeugen. Dabei wollen rund 75 Prozent der Deutschen gar nicht missioniert werden und reagieren eher erzürnt auf solche „Belästigungen“. Und dann gibt es da ja auch noch die vielen Kopftuchträgerinnen und jene Frauen, die einen Ganzkörperschleier tragen – auch dabei wird man unterschwellig mit dem Thema Religion konfrontiert. Und immerhin rund 40 Prozent der Menschen empfinden dies als eine Art störenden Faktor. Ein Thema, welches in den letzten Monaten ebenfalls für viel Wirbel sorgt war der Bau von so genannten Minaretten – daran stören sich rund 32 Prozent, also knapp ein Drittel der Befragten. Diesen Beitrag weiterlesen »